Sprachfreie Kommunikation mit dem Hund.
Können Sie sich vorstellen, einen ganzen Tag mit Ihrem Hund zu verbringen ohne ein Wort zu reden? Denn alle Kommandos sind überflüssig, der Hund ist mit seiner Aufmerksamkeit bei Ihnen und Sie kommunizieren sprachlos mit ihm - Ihre Körpersprache zeigt ihm, was Sie von ihm wollen. Unvorstellbar? Nein, sehr realistisch.
Die Kommunikation mit Ihrem Hund fängt nicht erst mit dem Wort an, welches Sie verwenden. Die Kommunikation beginnt mit Ihren Gedanken und Ihrer inneren Haltung, Ihrer Einstellung zu Ihrem Hund. Wenn Sie ein freundliches "Hier" säuseln aber innerlich kochen wird Ihr Hund das spüren. Statt ihm etwas vorzuspielen - seien Sie authentisch!
Sprachfreie Kommunikation mit dem Hund heißt immer auch Dynamik und Präsenz auf Seiten des Menschen. Und die können Sie lernen. In den letzten Jahren habe ich in zahlreichen Trainings Hundehalter in ihrer Körpersprache geschult. Und das mit tollen Ergebnissen, denn Hunde reagieren auf unsere Körpersprache, nicht auf unsere Worte. Und schon gar nicht auf die Leine oder einen Unsinn wie Haltis. Wenn Ihnen die Beziehung zu Ihrem Hund wichtig ist sollten Sie beginnen, mit ihm zu kommunizieren statt ihm Kommandos zu geben. Denn dazwischen liegt ein großer Unterschied.
Hundeverhalten hat immer die Funktion, uns oder einem Sozialpartner etwas mitzuteilen. Das hat Konsequenzen für den Alltag mit Hunden. Wenn jedes Verhalten Mitteilungsfunktion besitzt, warum unterdrücken wir dann einen großen Teil des Hundeverhaltens mit einem Kommando oder einer Strafe? Sprachfreie Kommunikation ist in der Ausbildung von Hunden eine tolle Grundlage für gegenseitiges Verständnis. In der Verhaltenstherapie von Hunden ist sprachfreies Training für mich der einzige Weg!
Ich lehne den Einsatz von Hilfsmitteln wie Haltis, Wurfdiscs, Sprühhalsbänder und den Einsatz der Leine zur Korrektur von Hundeverhalten ab.
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